🪱Und wie Stefan der Dürre mit Regenwürmern trotzt
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Hallo Herbstferien!
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Manchmal muss man erst ein Stück weg sein, um zu merken, was sich zu Hause alles tut. Genau deswegen gehen die beiden Autoren des Heimweh-Newsletters in die Herbstferien – und damit in eine zweiwöchige Pause. Denn wie sollen wir sonst wissen, wie es sich anfühlt, Heimweh zu haben? Wir wollen doch einen guten Newsletter für euch schreiben. Solange könnt ihr euch ja Gedanken machen: Wann hattet ihr zuletzt Heimweh? Und was hatte dagegen geholfen? Nachrichten gehen wie immer an heimweh@nordkurier.de. 💌 Damit ihr die Pause bis zum 5. November gut überbrücken könnt, ist diese Ausgabe auch etwas umfangreicher als üblich. Es geht unter anderem um große Vorhaben für unser Bundesland: Was verspricht die neue Koalition, und was könnte sich für die Menschen vor Ort verändern? SPD, Grüne und Linke verhandeln aktuell über ein Regierungsbündnis. Innerhalb von drei Wochen soll das neue Kabinett stehen – und es gab schon ein paar Versprechen. 🔴🔴🟢 Außerdem stellen wir euch Stefan vor, der seine Erfahrung aus der Siemens-Welt nutzt, um mit Regenwürmern und neuer Saattechnik gegen die Dürre auf dem Acker anzukämpfen. Eine Geschichte, die zeigt, dass frische Ideen manchmal genau dort Wurzeln schlagen, wo man sie am wenigsten erwartet. 🪱 Und dann sind da noch Ilse und Günter. 82 und 84 Jahre alt – und bereit, sich aus 4000 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen. Ihre Geschichte ist nicht nur rührend, sondern auch eine Erinnerung daran, dass Neugier, Mut und Lebensfreude kein Verfallsdatum kennen. Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Heimat ausmacht: Menschen, die ihre eigenen Wege gehen, die Dinge besser machen wollen und die uns überraschen. 🚁 Weitere Themen in dieser Ausgabe:
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Haltet euch wuchtig! – Simon und Caroline
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Fotograf fängt einen schwimmenden Koloss vor der Ostseeküste ein
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| Es ist ein Anblick, der staunen lässt. Aus der Luft wird deutlich, welche enormen Dimensionen die „Pioneering Spirit“ hat, die aktuell vor Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz ist. | | | |
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Was SPD, Linke und Grüne jetzt in MV planen
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| In Mecklenburg-Vorpommern verhandeln SPD, Grüne und Linke über ein Regierungsbündnis. Innerhalb von drei Wochen soll das neue Kabinett stehen – ein paar Versprechen gab es vorab. | | | |
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Erdwärme ist wieder gefragt | | | |
| Steigende Öl- und Gaspreise setzen die Wärmeversorgung immer mehr unter Druck. Ein altes Energie-Erbe bekommt dadurch neue Bedeutung. | | | |
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Rabbiner wünscht sich mehr jüdisches Leben in MV | | | |
| Wie die DDR den Hass auf Israel prägte – und warum der Landesrabbiner von MV, Yuriy Kadnykov, darin bis heute ein Problem sieht | | | |
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Unvergessener Träumer und Theater-Macher bekommt Buch | | | |
| Martina Krüger, die langjährige Lebensgefährtin des Anklamer Intendanten, hat ein berührendes Buch über Wolfgang Bordel geschrieben. Bei der Recherche stieß sie auf eine geheimnisvolle Holzkiste. | | | |
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Serkan lockt zur Neueröffnung mit besonderem Angebot
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| Unternehmer Serkan Selcuk ist bekannt für seine Barbershops, seine Imbissläden und auch für ein Eiscafé. Nun eröffnete er auch noch an der A20 einen Laden – mit einem speziellen Angebot. | | | |
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„Bin unsterblich geworden“ | | | |
| Frank Georgi lebt mit einer schweren Krebserkrankung und findet in der Archäologie Halt. Warum er sich ein Stück weit „unsterblich“ fühlt – und wie er anderen helfen will. | | | |
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Mutter und Tochter backen echte Kunstwerke | | | |
| Süße Genüsse für einen guten Zweck: Das Café Anton hat in Wittenberge zum Backwettbewerb eingeladen. Das sind die Sieger – und diese soziale Einrichtung profitiert davon. | | | |
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Ilse und Günter springen mit über 80 Jahren aus dem Flugzeug | | | |
| Ein außergewöhnliches Familiengeschenk wird zum Nervenkitzel: Ein Ehepaar springt in Neustadt-Glewe aus 4000 Metern Höhe ab – nicht zum ersten Mal. | | | |
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So veränderte Frank sein Leben | | | |
| In Wittenberge begann Frank mit 10.000 Schritten. Heute sind Bewegung und Laufen für ihn Alltag – und aus einem kleinen Anfang wurde eine Leidenschaft, die sein Leben verändert hat. | | | |
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| Wo steht dieses Schullandheim? Foto: Stefan Hoeft | | | |
In dieser Woche machen wir es euch etwas schwerer, weil ihr ja auch mehr Zeit zum Grübeln habt. Wer von euch weiß, wo dieses weit über Vorpommern hinaus bekannte Schullandheim steht? Es hat mehrere Trägerwechsel und die Wende überstanden. Doch nun scheint die Kirche sein Aus besiegelt zu haben. Antworten und Anekdoten gehen heimweh@nordkurier.de. Lösung des Rätsels der vergangenen Ausgabe In der vergangenen Woche hatten wir euch ausnahmsweise mal keinen Ort, sondern einen Gegenstand gezeigt, den auch viele von euch erkannt haben. 💪 "Welcher gestandener Ossi kennt das nicht? Es ist ein Eierbehälter für unterwegs. Da passen zwei Eier rein. Dazu gehören noch zwei Plastiklöffel und ich glaube, ein kleiner Salzstreuer ist auch noch drin. Keine Reise oder ein Picknick ohne dieses praktische Teil! Ich hatte das in Orange." Das schrieb uns beispielsweise Rita. Aber auch Uwe aus Miesbach in Oberbayern hat den Gegenstand gleich erkannt und ergänzt: "Zu DDR-Zeiten schon ein Begleiter und noch heute, wenn es auf Reisen geht." Und Esra findet: "Der Eierkoffer darf auf keinen Fall beim Picknick fehlen. Er ist auch heute bei uns immer mit dabei, wenn es an die Steilküsten/Steinküsten zum Fossilien sammeln nach MV geht." Besonder gefreut, hat uns noch ihr letzter Satz: "Viele Grüsse und macht unbedingt weiter mit eurem Newsletter, der die Wartezeit auf den nächsten Urlaub immer etwas verkürzt! Wie lieb!!! 😍 | | | |
🪱Wie Stefan mit Regenwürmern und neuer Saattechnik Dürren trotzt | | | |
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| Ein Landwirt stellt seinen Betrieb auf klimaresiliente Bewirtschaftung um. In der Uckermark zeigt sein „Schwamm-Acker“ mit bis 20 Regenwürmern pro Spatenstich Wirkung. Wie das funktioniert, hat er Reporterin Claudia Marsal erklärt. | | | |
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| So sieht ein Feld aus, wenn man gar nichts macht, erklärt Stefan Bernickel. Foto: Claudia Marsal | | | |
Stefan Bernickel ist ein Visionär. In seinem 300 Hektar großen Landwirtschaftsbetrieb ticken die Uhren anders als noch vor ein paar Jahren. Aber der Reihe nach: Lange Zeit sah es so aus, als hätte die Uckermark den gebürtigen Meichower an die große weite Welt verloren. Nach seiner Lehre als Elektroinstallateur absolvierte der 43-Jährige ein Studium und war dann über zehn Jahre im Auftrag des Globalplayers Siemens unterwegs. Er bereiste vor allem den Mittleren Osten, wirkte in Dubai und im Oman am Bau von Hochspannungsanlagen mit. Lernte auf Reisen seine Heimat schätzen Doch je öfter er in fremden Ländern weilte, desto mehr lernte er den Boden in seiner Heimat zu schätzen. „Jedes Mal, wenn ich meinen Eltern auf ihrem Hof half, merkte ich, wie viel Glück wir mit dem Klima hier doch noch haben und dass selbst der schlechteste Acker in der Uckermark im weltweiten Vergleich noch ein Gunststandort ist.“ Von Jahr zu Jahr zog es ihn intensiver zurück. Hinzu kam, dass seine Familie in Berlin wuchs: „Wir beschlossen, dass wir spätestens zur Einschulung unserer ältesten Tochter wieder auf dem Dorf leben wollen.“ Landwirt-Abschluss gemacht Gesagt, getan. Stefan Bernickel machte an der Abendschule den Abschluss als Landwirt nach, dann packte die junge Familie ihre Koffer. Zurück kehrte der Bauer mit einer Menge Ideen: „Denn eins war klar: Auch vor uns macht der Klimawandel keinen Halt. Wir werden uns auf noch mehr Starkregenereignisse und Trockenperioden einstellen müssen.“ Der Heimkehrer begann zu tüfteln. Schlechte Wasserinfiltration Dabei fand er heraus, dass, „je intensiver die Bodenbearbeitung ist, desto schlechter ist die Wasserinfiltration." Seitdem versucht er, auf viel Althergebrachtes zu verzichten, setzt beispielsweise auf Zwischenkulturen, die tief wurzeln oder den Schädlingen besser schmecken als Weizen, Gerste etc., und auf seine neuen „Kollegen“, die Regenwürmer, die in der Erde wichtige Arbeit verrichten. Gekauft hat er eine neuartige Sämaschine, „seitdem machen wir keine flächige Bodenbearbeitung mehr.“ Die Erfolge kamen schnell: „Ich konnte säen, während andere auf ihren Äckern weggeschwommen sind.“ „Anderer Ackerbau“ Mittlerweile hat er acht Landwirte um sich geschart, die „anderen Ackerbau“ machen: „Wir kommen weg von nur noch drei Kulturen, hin zu Körnermais, Kichererbsen, Sonnenblumen und Soja - das garantiert eine breite Aussaatsaison, weil wir immer Kulturen haben, die vom jeweiligen Wetter profitieren.“ Los werde er diese Ernten auch, „denn wir sind Importland bei dem, was wir nun anbauen.“ Für seinen „Schwamm-Acker Gramzow“ wurde der Landwirt jetzt mit dem Bundespreis „Blauer Kompass“ für herausragende Projekte der Klimaanpassung ausgezeichnet. Biologie und Fruchtfolge kombiniert Sein Fazit: „Um die Ertragsfähigkeit zu sichern, musste ich die Bewirtschaftung fundamental ändern und den Boden befähigen, Wasser dann zu speichern, wenn es kommt, um es verfügbar zu haben, wenn es fehlt. Seit 2024 habe ich den gesamten Betrieb auf ein systemisches Regenerationsmodell umgestellt, das Technik, Biologie und Fruchtfolge kombiniert. 10 bis 20 Regenwürmer pro Spatenaushub zeigen mir heute, wie klimaresilient mein Acker geworden ist. Vor der Umstellung waren es gerade mal ein oder zwei.“ | | |
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Liebe Newsletter-Gemeinschaft,
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| wir freuen uns, dass uns Stefan seine Geschichte erzählt hat. Bestimmt hast du auch etwas zu berichten, das gut in diesen Newsletter passen könnte. Wie ist es dir fern der Heimat ergangen? Warum hast du damals den Nordosten verlassen? Wie hältst du Kontakt zu den Leuten von früher? Oder bist du etwa zurückgekehrt? Schreib uns doch einfach an die bekannte Adresse: heimweh@nordkurier.de. | | | |
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Ohne Strom: Konzertkirche feiert Jubiläum mit Musik aus der Region
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| Fünf Bands aus Neubrandenburg und Umgebung stehen zum 25. Bestehen der Konzertkirche Neubrandenburg unplugged auf der Bühne. | | | |
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Abba-Hits ganz ohne Playback | | | |
| Die großen Pop-Welthits aus Schweden erklingen am 8. November in Neubrandenburg – live begleitet von einem klassischen Streichquartett statt vom gewohnten Keyboard-Klang. | | | |
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Herbstmarkt zum Stöbern und Genießen | | | |
| Am 17. Oktober 2026 findet in Userin ein kleiner Herbstmarkt mit regionalen Produkten, kreativen Angeboten, hausgemachtem Kuchen und duftendem Kaffee statt. | | | |
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Wann haben Sie zuletzt etwas über Ihre Heimat gelernt? | | | |
| Hier gibt es Ausflugstipps in die Region. Geschrieben für alle, die etwas Neues über ihre Heimat in Mecklenburg und Vorpommern kennenlernen wollen. | | | |
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Ihr wollt weitere Ausflugstipps zu Musikevents, Ausstellungen und Festen? Kein Problem: Weitere Veranstaltungen im Nordosten findet ihr nun auch auf dem Veranstaltungskalender auf nordkurier.de. | | | |
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Zu guter Letzt
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Wie fandet ihr diese Ausgabe? Ihr könnt diese Mail auch an Weggezogene, Dagebliebene, Verwandte, Ostsee- und Seenliebhaber, Küstenkinder, Freunde, Meckelbörger, Hinterpommern und Bekannte weiterleiten, wenn euch dieser Newsletter gefallen hat. Denn Weiterempfehlungen sind bekanntlich das größte Lob. Link zum Abonnieren: www.nordkurier.de/heimweh Ihr habt sonst noch Fragen, Ideen oder Anregungen? Dann schreibt uns unter heimweh@nordkurier.de. Wir freuen uns immer über eure Rückmeldungen!
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| Das Titelbild von Jens Büttner/dpa zeigt Spaziergänger am Strand von Timmendorf auf der Insel Poel. | | | |
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